QCG-Förderung für ArbeitgeberRechtsstand Juli 2026 · Geprüft nach § 82 SGB III
QCG-Weiterbildung

Cybersecurity und Datenschutz im Unternehmen

Digitale Risiken erkennen, Informationssicherheit organisieren und Beschäftigte für sichere Prozesse qualifizieren.

Dauer2–6 Monate
Formatonline/hybrid · Teilzeit
Umfang320–600 Std.
Entscheidungshilfe

Wann diese Qualifizierung wirklich passt.

Cybersecurity-Qualifizierung passt, wenn Beschäftigte dauerhaft Sicherheitsaufgaben übernehmen oder digitale Prozesse künftig selbst bewerten und absichern. Jährliche Awareness-Unterweisungen sind davon klar zu trennen.

Umfassender Kompetenzaufbau in Informationssicherheit kann bei nachvollziehbarem Transformationsbedarf förderfähig sein. Reine Pflichtunterweisungen oder kurze Awareness-Schulungen reichen dafür nicht aus.

Förderbedarf nachvollziehbar machen

Ordnen Sie die Qualifizierung einem veränderten System-, Rollen- oder Risikoprofil zu. Compliance allein genügt nicht; sichtbar werden sollte, welche neue berufliche Handlungsfähigkeit entsteht.

Ergebnis statt Kurstitel

Was Beschäftigte danach können sollten.

  • Risiken für konkrete Systeme und Prozesse strukturiert erfassen und priorisieren.
  • Zugriffe, Vorfälle und Notfallmaßnahmen nachvollziehbar organisieren.
  • Sicherheitsanforderungen verständlich in Fachbereiche und Führung kommunizieren.
Keine pauschale Förderzusage

Die konkrete Förderfähigkeit wird erst mit Beschäftigten, Maßnahme, Träger und betrieblichem Bedarf geprüft.

Gute Ausgangslage

Die Maßnahme passt eher, wenn …

  • IT-nahe Beschäftigte übernehmen neue Verantwortung für Sicherheit oder Notfallvorsorge.
  • Cloud, vernetzte Produktion oder mobiles Arbeiten erweitern die Angriffsfläche.
  • Der Betrieb braucht dauerhaft interne Ansprechpersonen statt nur externer Einzelberatung.
Grenzen

Sie passt eher nicht, wenn …

  • Gesucht wird nur die jährliche verpflichtende Sicherheitsunterweisung.
  • Der Kurs bleibt bei allgemeinen Gefahrenhinweisen ohne Rollen- und Prozesskompetenz.

Typische Zielgruppen

  • IT-Verantwortliche
  • Datenschutzkoordinatoren
  • Prozessverantwortliche
  • Administration und Verwaltung
  • Fach- und Führungskräfte
  • IT-nahe Quereinsteiger
Beispielcurriculum

Mögliche Inhalte der Weiterbildung.

Konkrete Module, Dauer und Abschluss unterscheiden sich je nach Bildungsträger und zugelassener Maßnahme.

  1. Grundlagen der Informationssicherheit
  2. Bedrohungen, Schwachstellen und Risikobewertung
  3. Datenschutz und sichere Datenverarbeitung
  4. Incident Response und Notfallplanung
  5. Zugriffsmanagement und sichere Zusammenarbeit
  6. Praxisprojekt: Sicherheitskonzept für den Betrieb
Praxisbeispiel

Vom betrieblichen Problem zum Lernziel.

Ausgangslage

Ein mittelständischer Betrieb migriert Dateisysteme und Kommunikation in die Cloud. Ein Administrator soll künftig Zugriffsmodelle, Vorfälle und Dienstleister koordinieren.

Qualifizierungsplan

Die Weiterbildung verbindet Risikobewertung, Identity- und Access-Management, Incident Response und ein Notfallkonzept für den eigenen Betrieb.

Erfolgskriterium

Messbar sind geklärte Verantwortlichkeiten, getestete Wiederanlaufpläne, geschlossene kritische Risiken und die Reaktionszeit bei Vorfällen.

Beispiel zur Orientierung, kein dokumentierter Kundenfall und keine Förderzusage.

Anbietervergleich

Diese Fragen gehören in das Erstgespräch.

  1. Welche konkrete Sicherheitsrolle können Teilnehmende nach dem Kurs ausfüllen?
  2. Sind Laborübungen, Risikoanalyse und Notfallplanung enthalten?
  3. Wie grenzt sich die Maßnahme von Pflichtunterweisungen und reiner Awareness ab?

Lassen Sie sich Antworten am konkreten Curriculum und an der zugelassenen Maßnahme zeigen. Allgemeine Marketingaussagen oder ein AZAV-Logo allein reichen nicht.

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Förderfähigkeit

So prüfen Sie eine konkrete Maßnahme.

Mehr als 120 Stunden

Entscheidend ist der Gesamtumfang der zugelassenen Maßnahme – die Stunden können flexibel verteilt werden.

Träger und Kurs müssen zugelassen sein

Lassen Sie sich die konkrete Maßnahmenzulassung bestätigen. Ein Kurs kann inhaltlich passen und dennoch nicht über § 82 SGB III förderfähig sein.

Betrieblichen Bedarf beschreiben

Gute Anträge verbinden veränderte Aufgaben, konkrete Kompetenzlücken und einen realistischen Transfer in den Arbeitsalltag.

Offizielle Grundlage und Prüfstand

Vorhaben prüfen lassen
FAQ

Fragen zur Cybersecurity-Weiterbildung.

Kann die Cybersecurity-Weiterbildung gefördert werden?

Grundsätzlich ja, wenn Maßnahme und Träger zugelassen sind, die Weiterbildung mehr als 120 Stunden umfasst und der individuelle sowie betriebliche Qualifizierungsbedarf die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt.

Kann die Weiterbildung berufsbegleitend stattfinden?

Ja. Vollzeit, Teilzeit und berufsbegleitende Formate sind möglich. Für den Arbeitsentgelt-Zuschuss zählen die tatsächlichen weiterbildungsbedingten Ausfallzeiten.

Nennt Förderchance konkrete Bildungsträger?

Nach dem Fördercheck gleichen wir Ihr Vorhaben mit passenden AZAV-Bildungspartnern ab. Sie erhalten konkrete Kursdaten erst, wenn Thema, Zielgruppe und Zeitfenster zusammenpassen.