QCG-Förderung für ArbeitgeberRechtsstand Juli 2026 · Geprüft nach § 82 SGB III
QCG-Weiterbildung

Weiterbildung in Pflege und Gesundheit

Beschäftigte spezialisieren, Nachwuchs entwickeln und vorhandene Teams nachhaltig stärken.

Dauer3–6 Monate
Formathybrid · berufsbegleitend
Umfang300–960 Std.
Entscheidungshilfe

Wann diese Qualifizierung wirklich passt.

In Pflegebetrieben muss sauber zwischen gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtfortbildungen und einem weitergehenden Berufs- oder Spezialisierungsziel unterschieden werden. Förderpotenzial entsteht vor allem bei substanziell neuen Aufgabenprofilen.

Pflichtfortbildungen sind nicht förderfähig. Umfassende, zugelassene Spezialisierungen oder berufsabschlussbezogene Weiterbildungen können dagegen besonders stark gefördert werden.

Förderbedarf nachvollziehbar machen

Halten Sie fest, welche Aufgaben nach der Qualifizierung zusätzlich oder auf höherem Niveau übernommen werden. Bei reglementierten Tätigkeiten müssen Berufsrecht, Anerkennung und Förderrecht getrennt geprüft werden.

Ergebnis statt Kurstitel

Was Beschäftigte danach können sollten.

  • Beschäftigte für eine klar definierte Fach-, Anleitungs- oder Koordinationsrolle entwickeln.
  • Digitale Dokumentation und Qualitätsprozesse sicher in den Versorgungsalltag übertragen.
  • Bei abschlussbezogenen Wegen vorhandene Berufserfahrung systematisch anrechnen und ergänzen.
Keine pauschale Förderzusage

Die konkrete Förderfähigkeit wird erst mit Beschäftigten, Maßnahme, Träger und betrieblichem Bedarf geprüft.

Gute Ausgangslage

Die Maßnahme passt eher, wenn …

  • Eine Hilfskraft soll schrittweise zu einem anerkannten Berufsabschluss geführt werden.
  • Eine Fachkraft übernimmt eine neue Spezialisierung oder dauerhaft zusätzliche Verantwortung.
  • Der Dienstplan kann Lern- und Praxisphasen realistisch abbilden.
Grenzen

Sie passt eher nicht, wenn …

  • Es handelt sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Unterweisung oder Pflichtfortbildung.
  • Der Kurs ist sehr kurz und verändert das berufliche Kompetenzprofil nicht.

Typische Zielgruppen

  • Pflegehilfskräfte
  • Pflegefachkräfte
  • Praxisanleiter
  • Wohnbereichsleitungen
  • Betreuungskräfte
  • Verwaltung in Pflegebetrieben
Beispielcurriculum

Mögliche Inhalte der Weiterbildung.

Konkrete Module, Dauer und Abschluss unterscheiden sich je nach Bildungsträger und zugelassener Maßnahme.

  1. Berufspädagogik und Praxisanleitung
  2. Wundversorgung und Dokumentation
  3. Gerontopsychiatrische Fachkompetenz
  4. Qualitätsmanagement
  5. Digitale Pflegedokumentation
  6. Berufsabschlussbezogene Qualifizierung
Praxisbeispiel

Vom betrieblichen Problem zum Lernziel.

Ausgangslage

Eine langjährig beschäftigte Pflegehilfskraft übernimmt bereits anspruchsvolle Aufgaben, besitzt aber keinen verwertbaren Berufsabschluss und hat begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten.

Qualifizierungsplan

Betrieb, Beschäftigte, Bildungsträger und zuständige Stelle prüfen einen abschlussbezogenen Weg, die Anrechnung vorhandener Erfahrung und eine tragfähige Freistellung.

Erfolgskriterium

Entscheidend sind ein anerkannter Qualifikationsschritt, ein konkretes künftiges Einsatzprofil und ein Dienstplan, der die Teilnahme tatsächlich ermöglicht.

Beispiel zur Orientierung, kein dokumentierter Kundenfall und keine Förderzusage.

Anbietervergleich

Diese Fragen gehören in das Erstgespräch.

  1. Führt die Maßnahme zu einer anerkannten Zusatzqualifikation, Teilqualifikation oder einem Abschluss?
  2. Ist die Qualifizierung klar von ohnehin verpflichtenden Fortbildungen getrennt?
  3. Wie werden Praxisanteile, Schichtdienst und Vertretung organisatorisch gelöst?

Lassen Sie sich Antworten am konkreten Curriculum und an der zugelassenen Maßnahme zeigen. Allgemeine Marketingaussagen oder ein AZAV-Logo allein reichen nicht.

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Förderfähigkeit

So prüfen Sie eine konkrete Maßnahme.

Mehr als 120 Stunden

Entscheidend ist der Gesamtumfang der zugelassenen Maßnahme – die Stunden können flexibel verteilt werden.

Träger und Kurs müssen zugelassen sein

Lassen Sie sich die konkrete Maßnahmenzulassung bestätigen. Ein Kurs kann inhaltlich passen und dennoch nicht über § 82 SGB III förderfähig sein.

Betrieblichen Bedarf beschreiben

Gute Anträge verbinden veränderte Aufgaben, konkrete Kompetenzlücken und einen realistischen Transfer in den Arbeitsalltag.

Offizielle Grundlage und Prüfstand

Vorhaben prüfen lassen
FAQ

Fragen zur Pflege & Gesundheit-Weiterbildung.

Kann die Pflege & Gesundheit-Weiterbildung gefördert werden?

Grundsätzlich ja, wenn Maßnahme und Träger zugelassen sind, die Weiterbildung mehr als 120 Stunden umfasst und der individuelle sowie betriebliche Qualifizierungsbedarf die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt.

Kann die Weiterbildung berufsbegleitend stattfinden?

Ja. Vollzeit, Teilzeit und berufsbegleitende Formate sind möglich. Für den Arbeitsentgelt-Zuschuss zählen die tatsächlichen weiterbildungsbedingten Ausfallzeiten.

Nennt Förderchance konkrete Bildungsträger?

Nach dem Fördercheck gleichen wir Ihr Vorhaben mit passenden AZAV-Bildungspartnern ab. Sie erhalten konkrete Kursdaten erst, wenn Thema, Zielgruppe und Zeitfenster zusammenpassen.