QCG-Förderung für ArbeitgeberRechtsstand Juli 2026 · Geprüft nach § 82 SGB III
QCG-Weiterbildung

Qualifizierung für Logistik und Produktion

Beschäftigte auf Automatisierung, digitale Steuerung und neue technische Anforderungen vorbereiten.

Dauer3–6 Monate
FormatPräsenz/hybrid · Teilzeit
Umfang480–960 Std.
Entscheidungshilfe

Wann diese Qualifizierung wirklich passt.

Förderrelevant wird die Weiterbildung, wenn Automatisierung, digitale Lagersteuerung oder neue Qualitätsanforderungen das Tätigkeitsprofil verändern. Ein einzelner Staplerschein oder eine kurze Maschinenunterweisung reicht nicht.

Technologiewechsel und veränderte Tätigkeitsprofile sind klassische Auslöser für geförderte Qualifizierung. Einzelne Kurzscheine fallen nicht unter die Förderung.

Förderbedarf nachvollziehbar machen

Beschreiben Sie den Unterschied zwischen altem und neuem Tätigkeitsprofil möglichst anhand realer Prozessschritte: Was entfällt, was kommt hinzu, welche Entscheidungen muss die Person künftig selbst treffen?

Ergebnis statt Kurstitel

Was Beschäftigte danach können sollten.

  • Digitale Lager- oder Produktionsdaten lesen und für operative Entscheidungen nutzen.
  • Störungen, Qualitätsabweichungen und Materialflüsse strukturiert dokumentieren.
  • Beschäftigte ohne Abschluss auf einen anerkannten Qualifikationsweg vorbereiten.
Keine pauschale Förderzusage

Die konkrete Förderfähigkeit wird erst mit Beschäftigten, Maßnahme, Träger und betrieblichem Bedarf geprüft.

Gute Ausgangslage

Die Maßnahme passt eher, wenn …

  • Neue Systeme verlagern Aufgaben von körperlicher Ausführung zu Überwachung und Steuerung.
  • Erfahrene Beschäftigte sollen in Disposition, Qualität oder Teamkoordination hineinwachsen.
  • Es gibt einen konkreten Technologie- oder Prozesswechsel mit längerfristigem Kompetenzbedarf.
Grenzen

Sie passt eher nicht, wenn …

  • Es geht nur um eine kurze Einweisung an einer neuen Maschine.
  • Der Kurs vermittelt ausschließlich verpflichtende Arbeitsschutzinhalte.

Typische Zielgruppen

  • Lager- und Produktionskräfte
  • Disposition
  • Schicht- und Teamleitungen
  • Qualitätssicherung
  • Instandhaltung
  • Beschäftigte ohne Berufsabschluss
Beispielcurriculum

Mögliche Inhalte der Weiterbildung.

Konkrete Module, Dauer und Abschluss unterscheiden sich je nach Bildungsträger und zugelassener Maßnahme.

  1. Digitale Lager- und Produktionssysteme
  2. Prozess- und Qualitätsmanagement
  3. Automatisierung und neue Technik
  4. Arbeitssicherheit im neuen Tätigkeitsprofil
  5. Kaufmännische Grundlagen
  6. Vorbereitung auf Berufsabschluss oder Teilqualifikation
Praxisbeispiel

Vom betrieblichen Problem zum Lernziel.

Ausgangslage

Ein Lager führt Scanner, dynamische Lagerplätze und digitale Bestandsführung ein. Mehrere erfahrene Mitarbeitende arbeiten bisher überwiegend mit Papierlisten.

Qualifizierungsplan

Die Qualifizierung verbindet Systemverständnis, Bestandslogik, Qualität und Störungsmanagement mit Übungen am künftigen Prozess.

Erfolgskriterium

Messbar sind Bestandsgenauigkeit, Fehlbuchungen, Einarbeitungsdauer und die selbstständige Bearbeitung typischer Störfälle.

Beispiel zur Orientierung, kein dokumentierter Kundenfall und keine Förderzusage.

Anbietervergleich

Diese Fragen gehören in das Erstgespräch.

  1. Bildet der Kurs das neue Tätigkeitsprofil vollständig oder nur einzelne Bedienhandlungen ab?
  2. Sind praktische Übungen und ein Transfer in die betrieblichen Systeme vorgesehen?
  3. Kann eine Teilqualifikation oder ein Berufsabschluss sinnvoller sein als ein freier Zertifikatskurs?

Lassen Sie sich Antworten am konkreten Curriculum und an der zugelassenen Maßnahme zeigen. Allgemeine Marketingaussagen oder ein AZAV-Logo allein reichen nicht.

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Förderfähigkeit

So prüfen Sie eine konkrete Maßnahme.

Mehr als 120 Stunden

Entscheidend ist der Gesamtumfang der zugelassenen Maßnahme – die Stunden können flexibel verteilt werden.

Träger und Kurs müssen zugelassen sein

Lassen Sie sich die konkrete Maßnahmenzulassung bestätigen. Ein Kurs kann inhaltlich passen und dennoch nicht über § 82 SGB III förderfähig sein.

Betrieblichen Bedarf beschreiben

Gute Anträge verbinden veränderte Aufgaben, konkrete Kompetenzlücken und einen realistischen Transfer in den Arbeitsalltag.

Offizielle Grundlage und Prüfstand

Vorhaben prüfen lassen
FAQ

Fragen zur Logistik & Produktion-Weiterbildung.

Kann die Logistik & Produktion-Weiterbildung gefördert werden?

Grundsätzlich ja, wenn Maßnahme und Träger zugelassen sind, die Weiterbildung mehr als 120 Stunden umfasst und der individuelle sowie betriebliche Qualifizierungsbedarf die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt.

Kann die Weiterbildung berufsbegleitend stattfinden?

Ja. Vollzeit, Teilzeit und berufsbegleitende Formate sind möglich. Für den Arbeitsentgelt-Zuschuss zählen die tatsächlichen weiterbildungsbedingten Ausfallzeiten.

Nennt Förderchance konkrete Bildungsträger?

Nach dem Fördercheck gleichen wir Ihr Vorhaben mit passenden AZAV-Bildungspartnern ab. Sie erhalten konkrete Kursdaten erst, wenn Thema, Zielgruppe und Zeitfenster zusammenpassen.