QCG-Förderung für ArbeitgeberRechtsstand Juli 2026 · Geprüft nach § 82 SGB III
QCG-Weiterbildung

KI-Weiterbildung für Mitarbeitende

Generative KI, Automatisierung und digitale Prozesse im Unternehmen sicher und produktiv einsetzen.

Dauer2–6 Monate
Formatonline · berufsbegleitend
Umfang320–600 Std.
Entscheidungshilfe

Wann diese Qualifizierung wirklich passt.

Sinnvoll ist eine KI-Weiterbildung, wenn Beschäftigte künftig nicht nur ein einzelnes Tool bedienen, sondern Prozesse auswählen, Ergebnisse prüfen, Daten schützen und KI-Anwendungen kontrolliert in den Arbeitsalltag übertragen sollen.

KI-Kompetenz ist ein typischer strukturwandelbedingter Qualifizierungsbedarf. Förderfähig ist nicht das Tool allein, sondern eine umfassende, AZAV-zugelassene Weiterbildung mit mehr als 120 Stunden.

Förderbedarf nachvollziehbar machen

Für die Bedarfsbegründung sollten Arbeitgeber den heutigen Prozess, die künftig KI-gestützten Aufgaben, die fehlenden Kompetenzen und die Verantwortung für Qualitätskontrolle getrennt beschreiben. Der bloße Wunsch, „mehr KI zu nutzen“, ist zu unspezifisch.

Ergebnis statt Kurstitel

Was Beschäftigte danach können sollten.

  • Wiederkehrende Text-, Recherche- und Dokumentationsaufgaben als geeignete KI-Use-Cases bewerten.
  • Ergebnisse generativer KI fachlich prüfen und mit klaren Qualitätsregeln absichern.
  • Einen konkreten Prozess aus dem eigenen Betrieb automatisieren und den Nutzen messen.
Keine pauschale Förderzusage

Die konkrete Förderfähigkeit wird erst mit Beschäftigten, Maßnahme, Träger und betrieblichem Bedarf geprüft.

Gute Ausgangslage

Die Maßnahme passt eher, wenn …

  • Mehrere Rollen übernehmen neue digitale Aufgaben oder ganze Prozessschritte verändern sich.
  • Der Betrieb braucht neben Anwendungskompetenz auch Datenschutz, Governance und Qualitätskontrolle.
  • Für das Gelernte existiert ein realer Transferfall mit verantwortlicher Führungskraft.
Grenzen

Sie passt eher nicht, wenn …

  • Es geht nur um eine kurze Einführung in ChatGPT oder eine neue Softwarefunktion.
  • Es gibt weder einen veränderten Aufgabenbereich noch Zeit für begleiteten Praxistransfer.

Typische Zielgruppen

  • Sachbearbeitung und Verwaltung
  • Marketing und Kommunikation
  • Kundenservice und Vertrieb
  • Fach- und Führungskräfte
  • IT-nahe Quereinsteiger
  • Projektverantwortliche
Beispielcurriculum

Mögliche Inhalte der Weiterbildung.

Konkrete Module, Dauer und Abschluss unterscheiden sich je nach Bildungsträger und zugelassener Maßnahme.

  1. Grundlagen generativer KI und Sprachmodelle
  2. Prompt Engineering für den Arbeitsalltag
  3. Automatisierung wiederkehrender Prozesse
  4. Datenschutz, Informationssicherheit und EU AI Act
  5. Use-Case-Bewertung und KI-Governance
  6. Praxisprojekt aus dem eigenen Unternehmen
Praxisbeispiel

Vom betrieblichen Problem zum Lernziel.

Ausgangslage

Ein kaufmännisches Team erstellt Angebote, fasst Kundenanfragen zusammen und pflegt Informationen manuell in mehrere Systeme ein. Ergebnisse sind uneinheitlich und Wissen hängt an einzelnen Personen.

Qualifizierungsplan

Die Weiterbildung verbindet generative KI, Prozessaufnahme, Datenschutz und Automatisierung. Im Praxisprojekt wird ein klar abgegrenzter Angebotsprozess dokumentiert und mit Freigaberegeln getestet.

Erfolgskriterium

Messbar wären zum Beispiel Bearbeitungszeit, Nacharbeitsquote und der Anteil vollständig dokumentierter Vorgänge – nicht die Anzahl erzeugter Prompts.

Beispiel zur Orientierung, kein dokumentierter Kundenfall und keine Förderzusage.

Anbietervergleich

Diese Fragen gehören in das Erstgespräch.

  1. Enthält das Curriculum einen betreuten Transferfall aus dem eigenen Unternehmen?
  2. Werden Datenschutz, Informationssicherheit und fachliche Ergebniskontrolle praktisch geübt?
  3. Passt das Kompetenzniveau zu Anwendern, Prozessverantwortlichen oder Führungskräften?

Lassen Sie sich Antworten am konkreten Curriculum und an der zugelassenen Maßnahme zeigen. Allgemeine Marketingaussagen oder ein AZAV-Logo allein reichen nicht.

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Förderfähigkeit

So prüfen Sie eine konkrete Maßnahme.

Mehr als 120 Stunden

Entscheidend ist der Gesamtumfang der zugelassenen Maßnahme – die Stunden können flexibel verteilt werden.

Träger und Kurs müssen zugelassen sein

Lassen Sie sich die konkrete Maßnahmenzulassung bestätigen. Ein Kurs kann inhaltlich passen und dennoch nicht über § 82 SGB III förderfähig sein.

Betrieblichen Bedarf beschreiben

Gute Anträge verbinden veränderte Aufgaben, konkrete Kompetenzlücken und einen realistischen Transfer in den Arbeitsalltag.

Offizielle Grundlage und Prüfstand

Vorhaben prüfen lassen
FAQ

Fragen zur KI & Digitalisierung-Weiterbildung.

Kann die KI & Digitalisierung-Weiterbildung gefördert werden?

Grundsätzlich ja, wenn Maßnahme und Träger zugelassen sind, die Weiterbildung mehr als 120 Stunden umfasst und der individuelle sowie betriebliche Qualifizierungsbedarf die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt.

Kann die Weiterbildung berufsbegleitend stattfinden?

Ja. Vollzeit, Teilzeit und berufsbegleitende Formate sind möglich. Für den Arbeitsentgelt-Zuschuss zählen die tatsächlichen weiterbildungsbedingten Ausfallzeiten.

Nennt Förderchance konkrete Bildungsträger?

Nach dem Fördercheck gleichen wir Ihr Vorhaben mit passenden AZAV-Bildungspartnern ab. Sie erhalten konkrete Kursdaten erst, wenn Thema, Zielgruppe und Zeitfenster zusammenpassen.